Die Polsterung ist für die Federung aber auch gleichzeitig für die Stabilität eines Möbels verantwortlich.

Die richtige Polsterung ist das A und O des Sofakaufes, denn was nützt mir das tollste Designersofa, wenn ich davon dann doch nur Rückenschmerzen bekomme?

Man unterscheidet zwischen der legeren und der straffen Polsterung.

 

Leger

Bei der legeren Polsterung ist das Bezugsmaterial – wie der Name schon vermuten lässt – nicht so fest um das Polstermaterial gespannt.

Dies hat zur Folge, dass der Sitzende etwas mehr in das Sofa einsinkt. Das Sofa sieht durch diese Polsterung bequemer aus, da es zu Falten-, Mulden- und Wellenbildungen kommen kann.

Das ist aber normal und hat nichts mit der Sofaqualität zu tun.

Um diesen eventuell als störend empfundenen optischen Unregelmäßigkeiten entgegenzuwirken, kann man die jeweiligen Sitzflächen nach der Benutzung je nach Sofateil immer mal wieder aufschütteln, glattstreichen oder zurechtklopfen.

 

Straff

Die straffe Polsterung hat eine kantigere Optik, da der Bezug fest um das Polstermaterial gespannt wird.

Auf Grund dieser Verarbeitungsweise sinkt man nicht so stark ein, eine feste und höhere Polsterung eignet sich besser zum Hinsetzen, Sitzen und Aufstehen. Je älter man wird, um so wichtiger ist es, dass der Härtegrad der Polsterung zu den persönlichen Bedürfnissen passt. Außerdem mag nicht jeder so weich sitzen, das ist vielen Leuten auf Dauer unbequem und unangenehm. Ein Nachteil der straffen Polsterung ist die eventuelle schnelle Abnutzung durch vermehrte Reibung.

 

Die endgültige Form des Sofas entsteht sowieso erst nach einer gewissen Benutzungszeit und hängt vor allem von der Sitzfrequenz ab.

Man sollte auch nicht immer nur auf der selben Stelle sitzen, sondern mal hier und mal da Platz nehmen.

Lose Teile wie zum Beispiel Rückenkissen sollten ab und zu mal vertauscht werden, um eine gleichmäßige Abnutzung zu erreichen.

 

Fazit

Deshalb unbedingt – falls online gekauft – die Rückgabefrist so gut ausnutzen, wie es geht. Das heißt: probesitzen, probesitzen, probesitzen – und natürlich auch probeliegen. So bekommt man ein Gefühl für das Sofa und schon einen kleinen Eindruck, wie es sich über die Zeit verändern wird.